Zu Wochenbeginn ein Service-Hinweis für Anwender, die macOS Sonoma 14 einsetzen: Die im Jahr 2023 veröffentlichte Versionsreihe des Mac-Betriebssystems wird von Apple nur noch sechs Monate lang mit Sicherheitskorrekturen versorgt. Nach der für September erwarteten Markteinführung von macOS 27 erhält macOS 14 keine regulären Wartungsupdates mehr. Neu entdeckte Sicherheitslücken werden dann nicht mehr in macOS 14 geschlossen, was auch für den Web-Browser Safari gilt. Damit einhergehend steigt ab Herbst das Risiko für Nutzer von macOS 14.
Apples seit vielen Jahren bestehende Support-Strategie sieht vor, dass neben der aktuellen Hauptversion (derzeit macOS Tahoe 26) die beiden vorherigen Versionsreihen (derzeit macOS Sonoma 14 und macOS Sequoia 15) mit Sicherheitsupdates zur Behebung neu entdeckter Schwachstellen bedacht werden. Nach der Markteinführung von macOS 27.0 wird macOS Sonoma 14 aus dem Support fallen, während macOS Sequoia 15 (bis Herbst 2027) und macOS Tahoe 26 (bis Herbst 2028) weiter reguläre Sicherheitsaktualisierungen erhalten werden.
Immerhin wird macOS Sonoma 14 noch mehrere Jahre lang aktualisierte XProtect-Definitionen (passive Updates) zum Schutz vor Schadsoftware erhalten. Dennoch geht die Nutzung von Sonoma ab Herbst mit einem gewissen Risiko - offene und damit angreifbare Sicherheitslücken, möglicherweise auch aus der Ferne - einher.
Nutzer von macOS Sonoma 14 sollten aus Sicherheitsgründen in den kommenden Monaten einen Umstieg auf eine neuere Systemversion in Erwägung ziehen. Mittels des OpenCore Legacy Patcher klappt dies auch auf Systemen, auf denen macOS Sequoia 15 offiziell nicht läuft (diese Prozedur ist jedoch nur erfahrenen Anwendern zu empfehlen, die Nutzung derartiger Patcher erfolgt auf eigene Gefahr).
Bild: Apple.
Wer vorerst bei macOS Sonoma 14 bleiben muss, weil der Rechner keine neuere Betriebssystem-Versionsreihe unterstützt (und der Patcher nicht in Frage kommt), genutzte Programme oder Treiber nicht mit macOS Sequoia 15 aufwärts kompatibel sind oder entsprechende Upgrades viel Geld kosten würden, sollte folgende Grundregeln beachten:
1) Da ab Herbst keine neu entdeckten Sicherheitslücken in macOS 14 mehr geschlossen werden, ist das System anfälliger für Attacken. Daher: Vorsicht vor Downloads auf dubiosen Web-Seiten und Vorsicht beim Öffnen von E-Mail-Anhängen unbekannter/dubioser Absender. Erhaltene Dateien oder Installer könnten manipuliert sein, um offene Sicherheitslücken gezielt auszunutzen.
2) Da auch Safari unter macOS 14 ab Herbst nicht mehr aktualisiert wird, ist der Umstieg auf einen anderen Web-Browser dringend zu empfehlen. Firefox, Chrome, Vivaldi und Edge laufen in den aktuellen Versionen unter macOS 14, sind in puncto Sicherheit auf dem neuesten Stand und werden für ältere Systemversionen weiterhin gepflegt.
3) Ähnlich ist die Situation bei Apple Mail - das Programm erhält unter macOS 14 ab Herbst ebenfalls keine Sicherheitsaktualisierungen mehr. Als Alternative bietet sich Thunderbird an, ein leistungsstarker, robuster und flexibel zu konfigurierender E-Mail-Client, der ab macOS Catalina läuft. Web-Mail mit einem gepflegten Browser (siehe Punkt 2) ist eine weitere Möglichkeit.
4) Manche Sicherheitslücken betreffen auch die Nachrichten-App, daher sollte auf Messenger von Drittanbietern wie Threema, Signal, Telegram oder WhatsApp ausgewichen werden. Mindestens sollte in der Nachrichten-App die Kommunikation auf bekannte, bestätigte Kontakte beschränkt werden.
Weitere Möglichkeiten sind die Nutzung von macOS 14 als Gastsystem unter einer neueren macOS-Version (beispielsweise mit UTM, virtualOS oder VirtualBuddy) oder der vom Internet abgeschottete Betrieb eines Sonoma-Rechners.
Zuletzt wurde macOS 14 im Februar aktualisiert - auf Version 14.8.4 mit wichtigen Sicherheitskorrekturen. Im Test befindet sich die Version 14.8.5, die voraussichtlich Ende März oder Anfang April erscheint.
